Lange haben wir auf diese Reise hin gefiebert und nun ist sie bereits wieder Geschichte. Obwohl es schwer ist die ganzen Eindrücke zu übermitteln, möchte ich euch hiermit einen kleinen Einblick in unsere gelungene Romreise geben.

Am 30.09.16 bei Dämmerung düsten wir mit dem Car und 45 Personen in Richtung Rom. Nach einem kurzen Zwischenstopp um den legendären Carchauffeur Chregu, welcher die engsten Gässlein Roms ohne Probleme meistert, aufzunehmen fuhren über die Grenze. Am nächsten Morgen in Rom erwacht, passierte bereits das erste Unglück. Ja, Rasierer gehören eben nicht in den Rucksack. Da aber Raffaele, Arzt aus Leidenschaft, zum Unglückszeitpunkt vor Ort war, konnte der blutende Finger rasch und mit viel Fachwissen bepflästerlet werden. Zum Aufwachen gab es einen vielseitigen Italienischkurs à la Antonio. Angekommen in der Herberge, assen wir zackig unser Frühstück und fuhren danach mit dem Zug zu den Katakomben. Bei der Führung durch die vielen Gänge, mussten wir einsehen, dass man ohne den Guide niemals mehr den Ausweg finden würde. Die Gräber hatten alle eine andere Grösse, wir haben jedoch erfahren, dass unser Mini Ramon genau die Grösse eines damaligen Römers hat. Als nächstes standen wir vor einer geheimnisvollen Türe, bei der man durchs Schlüsselloch den Petersdom erkennen konnte. Später zogen wir am Circus Maximus vorbei, wo früher die grössten „Events“ platzfanden. Weiter wanderten wir dann zum Colosseum wo wir ein paar Fotos schossen und danach schnell weitergingen um in den Menschenmassen nicht unterzugehen. Zum Schluss hatten wir noch kurz Zeit um zu shoppen bevors dann in einem italienischen Restaurant ein 4-Gang-Menu gab. Erschöpft zu Hause angekommen liessen wir den ersten Tag sacken. Nach diesem Marsch hatte keiner Probleme blitzschnell einzuschlafen.

Der nächste Tag, kann ich euch versprechen, war kein Zuckerschlecken. Zu Beginn gab es einen Gottesdienst in der eigenen Kapelle der Herberge, durch unseren Pfarrer Herr Schmid. Danach begaben wir uns in einen Freizeitpark, den wir ganz für uns alleine hatten. Im Westernteil des Parks sahen wir eine kurze Showeinlage von echt gutaussehenden Cowboys und Cowgirls. Unsere Mädchen waren von den Cowboys so angetan, dass wir ein Gruppenfoto als Erinnerung brauchten. Den Freefall Tower, die Gruselbahn mit Specialeffects, die rasante blaue Bahn mit 5 Loopings nacheinander, die Wasserbahn und das Spaceabenteuer meisterten all unsere Minis mit Bravour. Danach kühlten sich die ganz Taffen unter uns ab, indem sie unter den Wasserfontänen durchrannten. Angekommen sind nur die wenigsten trocken. Was fast nicht zu glauben war, dass auch unser Herr Pfarrer mit einem enormen Tempo durch die Fontänen rannte. Das ständige adrenalinreiche auf und ab hat uns müde gemacht, weshalb wir uns noch mehr auf das relaxen und Pizzaessen am Strand freuten. Besonders romantisch wurde es als die Sonne dabei war gerade unterzugehen. Nicht ganz so romantisch sondern eher mysteriös wurde es beim Abendprogramm. Da mussten die Minis nämlich nicht nur mit Geschick und Logik dabei sein, sondern waren gezwungen auch gruselige Gegenstände zu finden um das Rätsel zu lösen. Keine paar Minuten nach dem Programm machten sich die Leiter und Pascal auf zu einem neuen Abenteuer. Nämlich den Ausgang! Dank unseren italienischsprechenden Leitern konnten wir nach ein paar Hindernissen doch noch einen geeigneten Club finden und liessen unser Tanzbein nur so durch die Halle schwingen. Obwohl der Club zuerst leer war, füllten wir diesen mit unseren Dance Moves. Doch auch wir hatten Pflichten und konnten uns danach ein paar Stunden ausruhen, bis der nächste Tag erstrahlte.

Früh aus den Federn gekrochen genossen wir unser Frühstück und gingen dann auf direktem Wege zum Vatikan. Auf dem Petersplatz sahen wir den gigantischen Vatikan mit allem Drum und Dran. Wir haben uns durch das riesige Gebäude durchfotografiert und durften danach mit einem Schweizer Gardisten ein paar interessante Orte anschauen, wozu auch die Waffenkammer gehörte. Die Waffen und die pompösen Kleider haben auch unseren Carchauffeur fasziniert. Wie klein die Welt doch ist bemerkten wir als eine unserer Leiter, Jamie, einen Kollegen innerhalb der Mauern antraf. Sie war aber nicht die einzige. Auch Herr Schmid hat so seine Kontakte. Rasch eilten wir zurück zur Herberge um im frischen Meereswasser zu entspannen. Ein paar hatten jedoch besseres zu tun und schauffelten sich mit Sand voll, bis nur noch der Kopf zu sehen war. Unser Dominik war so weit im Sand versunken, dass wir ihn nur mit gemeinsamen Kräften herausziehen konnten. Später fanden wir eine Qualle, welche leider schon ihren Lebenszyklus vollendet hatte. Wir gingen jedoch mit ihr würdevoll ihren letzten Gang. Schlag auf Schlag folgte das Abendprogramm im römischen Style. Julius Cäsar, Kleopatra und einige andere Stars waren vor Ort. Die Minis mussten in Gruppen Aufgaben lösen, welche auch schon Asterix und Obelix geschafft haben. Alles ging jedoch ratz fatz da auch wir einen Zaubertrank zu Anfang des Spiels erhielten. Und so wurden die Nachfolger des Julius und der Kleopatra gefunden und gekürt.

Nach dem ausgiebigen Morgenessen inklusive Kuchen startete unser Programm in der Basilica San Paolo. Dort konnten wir ringsum die Päpste von Anbeginn der Zeit erkennen. Beim Weitergehen in Richtung Stadt haben wir leider ein paar unserer Minis an deren Eltern abgeben müssen. Bei einem Glacestand mit mehr als 150 Sorten dauerte es natürlich länger bis alle genüsslich ihre Eiscreme verschlungen hatten. Gestärkt beim wunderschönen Trevi Brunnen angekommen schossen wir diverse Fotos und warfen natürlich auch Münzen hinein. Bei manchen Minis hat man gemerkt, dass diese sich viel wünschten, da sie eine Münze nach der anderen über die Schulter in den Brunnen warfen. Zum Abschluss durften wir alle im McDonalds unsere hungrigen Bäuche sättigen. Danach blieb nur kurz Zeit zum Shoppen, bevor wir dann die spanische Treppe in Angriff nahmen. Oben angekommen mussten wir uns setzten, um die vielen Treppenstufen zu verdauen. Voller Tatendrang machten wir unsere letzten Schritte bis zum Car um die Heimreise in Angriff zu nehmen. Nach einem amüsanten Film und geruchsneutralisierendem Deo schliefen einige der Minis schon tief und fest. Am Morgen machten wir einen Halt um uns mit frischen Gipfeli zu stärken. Der kleine Enrique hatte wohl die Uhrzeit nicht mehr im Griff, weshalb er prompt einen Berliner verschlang. Schon wenig später konnten wir alle gesund und alle übersäht mit Mückenstichen unseren Eltern in die Arme fallen. Die Mücken waren von unserer Anwesenheit wohl etwas genervt, den Rekord mit 35 Mückenstichen hält unsere Janine.

Durch das unterschreiben der Karten für die Sponsoren ist uns erst aufgefallen, wie viele Personen uns diese spektakuläre Reise überhaupt möglich gemacht haben. Deshalb möchten wir diesen nochmals von Herzen einen riesigen Dank aussprechen. Wir danken auch den Ministranten, dass alle so toll mitgemacht haben, wie auch unseren Leitern und Begleitern in Rom. Wir schauen auf unglaublich schöne Tage zurück und freuen uns schon jetzt auf das nächste Abenteuer mit unserer grossen zusammengewachsenen Minischar.

-Nicolle von Arx-